Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit. Zeit für Ihre Gesundheit.
Es geht um die vom Bundesgesundheitsministerin Nina Warken geplante „Reform“ zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherungen. Klingt gut. Ist es aber nicht. Denn: Der Bund drückt sich.
- Er kommt seinen eigenen Verpflichtungen zum Abbau von Bürokratie nicht nach, sondern schafft immer nur mehr! Misstrauen an jeder Ecke. Bereits jetzt kann ein Mediziner zwischen 3 und 5 Stunden seiner täglichen Arbeitszeit nicht mehr für Patienten aufbringen.
- Der Bund muss die Kosten für die Krankenversicherung von Bürgergeldempfängern aus Steuermitteln tragen. Er überlässt dies aber allein den gesetzlich Krankenversicherten. Privatversicherte und Beamte sind so ausgenommen.
- Der Bund schaffte vor rund 5 Jahren ein Pflegebudget, damit Kliniken bewusst mehr Pflegepersonal einstellen können. Nun will er es ersatzlos streichen, belässt aber die Personaluntergrenzen für Fachbereiche auf dem bisherigen Niveau und will zudem tarifbedingte Gehaltserhöhungen nur noch zur Hälfte ausgleichen.
- Wir setzen aktuell die Krankenhausreform zum Abbau von Doppelstrukturen um und etablieren zunehmend ambulante Verfahren. Zugleich entzieht man uns die Existenzgrundlage, ohne dass wir reagieren können. Denn entgegen anderen Unternehmen wie Mineralölkonzerne, Lebensmittelketten oder Gastronomie werden uns die Preise für unsere Leistungen vorgegeben. Wir können nicht mit Preissteigerungen reagieren.
- Rund die Hälfte aller Krankenhäuser im Saarland sind in freigemeinnütziger Hand. Im Gegensatz zu Kliniken in kommunaler Hand (rund 35%) werden unsere Defizite nicht durch Städte oder Gemeinden ausgeglichen. Fallen freigemeinnützige oder private Kliniken aufgrund einer Insolvenz aus, entsteht eine dramatische Versorgungslücke. Dann fällt der Versorgungsauftrag zurück an die Kommune. Aber auch sie sind am Ende ihrer finanziellen Möglichkeiten. Rund 85% sind verschuldet und müssen bereits heute die Defizite ihrer eigenen Kliniken durch Einsparungen für KiTas, Schulen, Sporteinrichtungen oder Straßen decken.
WOLLEN SIE DAS?
Wenn nicht, unterstützen Sie die Petition der Caritas „Krankenhaus – Lichter aus!“
Oder gehen Sie aktiv auf ihre politischen Mandatsträger zu. Ganz gleich ob Bürgermeister, Landräte, Mitglieder der verschiedenen Fraktionen, Mitglieder des Landtags oder des Bundestags. Sprechen Sie Ihre Sorgen und Nöte dort an und drängen Sie auf umfassende Nachbesserungen. Wir als freigemeinnütziges Krankenhaus stehen hier nicht allein. Gemeinsam mit uns protestieren gegen die geplante Reform:
- Die Krankenhausverbände
- Der Städtetag
- Die Ärztekammer
- Die niedergelassenen Mediziner mit ihrer Kassenärztlichen Vereinigungen
- Die Pflegekammer
- Die Hebammenverbände
- Mitarbeitendenvertretungen und Gewerkschaften
Wir brauchen jetzt ein starkes Signal!
Vielen Dank!



