Unter dem Titel „Bandscheibenvorfall – OP ja oder nein?“ fand am Mittwoch, 18. März, ein interdisziplinäres Symposium des Marienhaus Klinikum St. Wendel-Ottweiler statt. Die Veranstaltung, initiiert von Dr. Jan Holger Holtschmit, Chefarzt der Konservativen Orthopädie, und Dr. Robert Liszka, Chefarzt der Neurologie, brachte Expertinnen und Experten aus Orthopädie, Neurologie und Wirbelsäulenchirurgie zusammen und bot eine Platt-form für den fachlichen Austausch zu einem der häufigsten Krankheitsbilder in der medizinischen Praxis.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wann bei einem lumbalen Bandscheibenvorfall eine operative Therapie sinnvoll ist und wann konservative Behandlungsansätze vergleichbare Erfolge erzielen können.
Dr. Jan Holger Holtschmit, Chefarzt des Muskuloskelettalen Zentrums, betonte: „Der Bandscheibenvorfall ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig eine differenzierte und interdisziplinäre Betrachtung ist. Nicht jede Diagnose führt automatisch zur Operation – entscheidend ist die individuell beste Therapie für den Patienten.“
Die Referentinnen und Referenten beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und stellten aktuelle wissenschaftliche Er-kenntnisse sowie praxisnahe Fallbeispiele vor. Ergänzend wurden Themen wie neurophysiologische Grundlagen, konservative Therapieoptionen, operative Indikationsstellungen, endoprothetische Einflüsse auf die Wirbelsäule und psychiatrische Begleiterkrankungen behandelt.
Lucas Merschbächer, Kaufmännischer Direktor, nutzte die Gelegenheit, in seiner Begrüßung das OrthoNet SaarPlus vorzustellen: „Mit dem OrthoNet Saar-Plus stärken wir die regionale Zusammenarbeit unserer orthopädischen und unfallchirurgischen Versorgung im ambulanten, stationären und rehabilitativen Bereich. Für die Patienten bedeutet das vor allem eines: abgestimmte Be-handlungspfade und eine höhere Behandlungsqualität.“
Neben den medizinischen Inhalten bot das Symposium Raum für Austausch und Vernetzung. Eine begleitende Industriemesse sowie ein gemeinsames Get-together rundeten die Veranstaltung mit über 100 Teilnehmern ab. Das Symposium richtete sich an niedergelassene und Klinik-Ärztinnen und -Ärzte sowie Fachpublikum und unterstrich die Bedeutung einer evidenzbasierten und interdisziplinären Herangehensweise in der modernen Patientenversorgung.



