Hilfe für Patienten mit Schluckstörungen

Dr. Aniz Basheer und Julia Kauf mit Patient Eberhard Fischer bei der Durchführung einer FEES

01.03.2022

Die sogenannte Flexible Endoskopische Evaluation des Schluckens, FEES ist erste Wahl bei der Diagnose von Schluckstörungen und kommt im Marienhaus Klinikum St. Wendel-Ottweiler vor allem bei Patienten nach einem Schlaganfall und in der Frührehabilitation zur Anwendung.

 

St. Wendel. Die FEES oder auch flexible endoskopische Evaluation des Schluckens ist heute die in Deutschland wohl am häufigsten eingesetzte Methode, um Schluckstörungen festzustellen. „Die Ursachen für Schluckstörungen sind so vielfältig wie unsere Patienten“, erklärt Dr. Aniz Ahammed Basheer, Oberarzt der Neurologie und der Geriatrie. „Häufig führt ein Schlaganfall, neurodegenerative Erkrankungen wie z. B. Parkinson Syndrom, aber auch Operationen oder Unfälle mit Verletzungen zu Schluckproblemen – manchmal ist es auch das Alter selbst.“ Seit Sommer 2021 sind er und seine Kollegin der Logopädie, Julia Kauf, für die Durchführung dieser Untersuchung zuständig.

 

Mit Hilfe der FEES werden sowohl die Effektivität, als auch die Sicherheit des Schluckaktes beurteilt. Auf der Grundlage des Untersuchungsergebnisses wird dann der Einsatz von therapeutischen Maßnahmen – wie zum Beispiel einer geeigneten Nahrungs-Konsistenz -  festgelegt. Eingesetzt wird die FEES vor allem im Bereich der Neurologie, der Geriatrie und auf Intensivstationen.

 

„Bei der Untersuchung wird zunächst die Nase des Patienten leicht betäubt, um danach einen dünnen Schlauch, an dessen Ende sich eine kleine Kamera befindet (Endoskop), durch die Nase bis in den Rachen einzuführen“, erklärt Dr. Basheer. Anschließend wird dem Patienten Nahrung angereicht und der Schluckvorgang gefilmt. Weil die Nahrung blau eingefärbt ist, kann man sie zweifelsfrei identifizieren und den Schluckvorgang entsprechend beurteilen.

 

„Dank dieser Untersuchungsmethode können wir unseren Patienten eine individuelle und gezielte Therapie anbieten und damit wieder mehr Lebensqualität geben“, ergänzt Julia Kauf.

 

 

 

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